1. MSC Berg e.V.
GEMEINDE BERG/OPF.


J.F. Das Schloss Berg nach 1600

Im weiten Tal der Schwarzach liegt, umgeben von den Höhen des Fränkisch-Oberpfälzer Jura, der Ort BERG i.d. Oberpfalz zwischen Neumarkt und Altdorf.
Von der Autobahn (A3) Nürnberg - Regensburg grüßt das Dorf mit seinem markanten Kirchturm.

Historische Quellen sind nur spärlich vorhanden, doch zeigt sich eine bewegte Geschichte über die Jahrhunderte.
An der Heerstraße zur Zeit der Franken- oder Sachsenkaiser wird die erste Ansiedlung entstanden sein. Das Patrozinium des Hlg. Vitus läßt darauf schließen.

1105 belehnte der Kaiser Heinrich HI. seinen Verwandten Otto V. von Wittelsbach mit den Gütern des verstorbenen Otto von Habsburg. In dieser Urkunde sind zum erstenmal BERG, LODERBACH, MEILENHOFEN, KADENZHOFEN und Schloß Heunsberg (Heinrichsburg), erwähnt. BERG wird Perge, Perege, Perch genannt und ist dann Sitz eines Amtes, Mittelpunkt eines kleinen Verwaltungsbezirkes. Die Herren von Perge, ein adeliges Rittergeschlecht, waren längere Zeit im Besitz des Ortes. Wir treffen sie als Siegler und Zeugen in Urkunden an.

1315 belehnte Herzog Ludwig der Bayer, der das Schultheißamt in Neumarkt inne hatte, Albrecht von der Tanne mit der Burg zu Pärch.

1318 schenkte Ludwig, der spätere Kaiser, das Patronatsrecht, der Pfarrkirche den Augustinernonnen des Klosters Pettendorf bei Regensburg, das mehr als 200 Jahre bei dem Kloster bleiben sollte.

1360 wird das Amt aufgelöst und Heimperch (Haimburg) einverleibt. Als adelige Geschlechter finden wir in der Folge, teilweise zu gleicher Zeit auf 2 Schlössern, die Strupperger, Schweppermann, Zeller, Seff, Pöllinger und die Veith.

Konrad Voith von Rosenberg und sein Verwandter Ulrich Pöllinger wurden 1432 mit 12 Untertanen während der Hussitenkriege nach der Belagerung von den Taboriten erschlagen. Seine beiden Söhne wurden mitgeschleift und kamen erst nach 20 Jahren Gefangenschaft aus Böhmen zurück. Durch die tatkräftige Hilfe des Pfalzgrafen von Neumarkt konnte dann die große Gefahr für das Land abgewendet werden.

1450 nahmen die Nürnberger furchtbare Rache, weil die Pöllinger von Berg den brandenburgischen Markgrafen Achilles von Ansbach unterstützt hatten. Vor dem Fronleichnamstag brannten sie den Ort nieder, erschlugen 19 Einwohner und trieben das'Vieh ab. Das zerstörte zweite Schloß wurde später von den Birgittinen von Gnadenberg als bäuerliches Anwesen verwaltet.

1504 wurde BERG den Nürnbergern zugeschlagen und zum Gerichtssitz erhoben, doch kam BERG 1521 zu Neumarkt.

1542 wurde die Reformation eingeführt und das Patronatsrecht kam an den Magistrat von Neumarkt. Nach kalvanischer und lutherischer wurde 1625 wieder die katholische Religion eingeführt.

1600 wurde das Schloß wieder aufgebaut. Nach der Niederlage des Winterkönigs Friedrich 1631 kam im 30-jährigen Krieg die Oberpfalz wieder an das diesseitige Bayern unter
Kurfürst Maximilian. Von den Schweden wurde das Dorf wieder abgebrannt und der Pfarrer als Geisel nach Weißenburg gebracht. Neben dem Kloster Gnadenberg und der Haimburg wurde auch die Liebfrauenkirche in Meilenhofen zerstört und nicht wieder aufgebaut. Zudem raffte noch die Pest viele Einwohner hinweg, sodaß in unserem Gebiet nur noch jeder 10. übrig blieb.

Daher dieser alte Oberpfälzer Vers in Mundart:

"Die Schweden han kuma, hom alles mitgnumma,
Hom d'Fenster eigschlong, homs Blei davon trong,
Hom Kugln draus goßn, und d'Bauern daschoßn"

Unsere liebe Frau von Berg

Ab 1602 war in BERG eine Schule. Das Schloß wechselte mehrmals seine Besitzer. 1836 wurde durch die Berger Flur der Ludwigs-Donau-Main-Kanal gezogen (ein alter Kupferkrug, mit dem damals das Bier zu den Arbeitern gebracht wurde, ist beim "Hirschen-Wirt" heute noch zu bewundern).

1845 erwarb die Pfarrei die gotische Madonna, die in der Pfarrkirche steht, um 250 Gulden aus Rasch. 1897 zählte die Ortschaft 118 Häuser. 1917 brannte die Pfarrkirche nieder, wurde nach Kriegsende 1918 wieder aufgebaut und 1921 eingeweiht.

Die Kalksteine dazu wurden von den Bürgern selbst im nahegelegenen Steinbruch in der Röd gebrochen. Dabei stieß man auf einen wertvollen archäologischen Fund. Ein versteinerter Fisch von über 1 m Länge kam dabei zu Tage, den man heute im Eichstädter Museum auf der Willibaldsburg bestaunen kann.

Erst die Industrialisierung schuf neue Arbeitsmöglichkeiten. Der Anteil der in der Landwirtschaft Beschäftigten geht ständig zurück. Der Hopfenanbau wurde 1926 eingestellt. Ein großer Teil der Einwohner fand in der näheren und weiteren Umgebung Arbeitsmöglichkeiten.

Als am 1. September 1939 um 4.45 Uhr der 2. Weltkrieg ausbrach (deutsche Truppen überschreiten die polnische Grenze) und England und Frankreich dem Großdeutschen Reich den Krieg erklärten, kapitulierten bereits die letzten 17000 Polen bei Kock und Lublin im Blitzkrieg mit Polen. Zugleich Hitlers Friedensangebot an England und Frankreich auf Basis des neuen Status quo.

Auch unsere Väter, Brüder und Schwestern (Lazarett- und Schwesternhelferinnen) wurden zum sofortigen Militärdienst eingezogen von dem viele nicht mehr zurückkehrten.

Erwähnenswert ist und Dank gebühren dem früheren Major und Schulleiter Max Schidlo und dem Arbeiter Johann Baptist Adlfinger (beide aus Berg), die unser Dorf noch vor Schlimmerem bewahrten. Sie sollten durch Absprache mit der Deutschen Wehrmacht SS die Röder Kanal-Brücke vor dem Einmarsch der Amerikanischen Truppen sprengen. Durch Ihren Mut wurde dieses Gott sei Dank verhindert. Statt dessen wurde ein weißes Bettuch auf dem Kirchturm angebracht (früh gegen 3.45 Uhr) kurz vor dem Einmarsch der Alliierten, die von Würzburg und Nürnberg über Haslach kommend mit schweren Geschütz-Panzern dann ohne Hindernis den Ludwig-Main-Donau-Kanal überquerten und gegen 4.30 Uhr am 18. April 1945 in Berg friedlich einrückten. Trotzdem wurden zahlreiche Häuser und Scheunen in Berg und Richtheim durch Granaten und Panzer stark beschädigt.

Durch den Flüchtlingsstrom aus dem Osten wurden 240 Heimatvertriebene nach dem Kriege eingegliedert.

1963 und 1973 erfolgte ein Neubau von Schulgebäuden an der jetzigen Schulstraße. Der Schulverband umfaßt neben Hausheim auch Loderbach, Sindlbach, Oberölsbach und Stöckelsberg.

1972 erfolgte die Eingemeindung von Hausheim und den Ortschaften Gspannberg, Haslach, Kleinvoggenhof, Rührersberg und Kettenbach. Inzwischen hat die Ortschaft Berg 380 Hausnummern. Die Einwohnerzahl beträgt heute 2275.

1975 bekam die Gemeinde Berg unter Bürgermeister Walk ihr eigenes Wappen. Es zeigt als Symbol vom alten Schloß die 4 Zinnen und den Bayerischen Löwen.

Ab 1. Mai 1978 wurden nach Berg folgende Gemeinden neu eingegliedert: Loderbach, Sindlbach, Oberölsbach und Stöckelsberg. Zum 1. Bürgermeister wurde Lorenz Walk gewählt. Durch die Eingemeindungen zählt die jetzige Großgemeinde ca. 6700 Einwohner.

Dank gilt besonders unseren Bürgermeistern und Gemeinderäten. So konnte einIndustriegebiet zwischen Berg und Meilenhofen ausgewiesen werden, das bereits von zahlreichen, umweltfreundlichen Betrieben genuzt wird und vielen Bürgern einen gesicherten Arbeitsplatz bietet.

Durch den Bau einer eigener Kläranlage für die Großgemeinde, und eines neuen Feuerwehrzentrums (1990), sowie durch den Ausbau der Ortsstraßen und des Kanalnetzes (z.T. im gesamten Gemeindebereich),wird den heutigen Ansprüchen Rechnung getragen.

Vor gut 4 Jahren wurden die ersten Spatenstiche für die Ortssanierung in Gnadenberg, Hausheim, Sindelbach und zuletzt in Berg für ein neues Rathaus vorgenommen (Fertigstellung Ende 1993).

Der Fremdenverkehr nahm stark zu, als 1972 die Autobahn Nürnberg-Regensburg eröffnet wurde. Zahlreiche Gasthöfe in Berg und Umgebung laden den Besucher zur Rast ein. Schöne Wanderwege zum Dillberg (595 m) mit Fernsehsender (bei schöner Sicht Rundblick bis nach Nürnberg, zum Oberpfälzer und Bayerischen Wald), Heinrichsbürg (449 m) mit markiertem Hochwaldpfad, von Tannen und Buchen umgeben, sorgen für Ruhe und Entspannung. Ebenso Haimburg (Burgruine, 519 m), mit Ausblick nach Altdorf (Mfr.), Berg, Neumarkt und zu den Burgruinen Wolfstein, Heinrichsbürg lassen uns nach kurzer Rast in den beiden Gasthöfen die Wanderung zu einem Erlebnis werden.

Das Sportzentrum sorgt mit Hallenbad für Ihre Gesundheit.

Unser Campingplatz zwischen Berg und Hausheim ist ganzjährig geöffnet.

Wir wünschen jedem Gast, im Sommer und im Winter viel Sonne'und Erholung in der Gemeinde Berg.

Zu Tagungen oder Konferenzen:
Entfernung von Neumarkt 6 km,
Nürnberg (Autobahn) 38 km,
Regensburg (Autobahn) 65 km.


Verfasser: J.G. Adlfinger und J. Braun
(aus Anlass des 20 jährigen Bestehens des MSC Berg 1993)

..Auto fahren ab 16, geht das denn?

.. NA KLAR GEHT DAS ! Beim 1. MSC Berg im Jugend-Slalom-Cup des LV Nordbayern des NAVC. Für 2017 werden neue Nachwuchsfahrer gesucht. Anfragen bitte an den Sportleiter. Euer Jugend-Slalom-Team.

Jugend-Slalom-Cup

38. Automobilslalom

16.+17. Kart-Slalom

9. Cross-Kart-Slalom

29. Auto-Cross-Slalom

37. Automobilslalom

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